Furnierboden

Als Furnierboden werden Fußbodenbeläge bezeichnet, die in der Regel aus drei Schichten aufgebaut sind:

Ein Echtholz-Deckfurnier mit einer Versiegelung oder einer Beschichtung, einer Trägerlage, meistens aus HDF und einem Gegenzug aus Furnier oder Kraftpapier.

Die Furnierlage ist im Allgemeinen dünner als 2,5 mm (ca. 0,6-2,5 mm), wodurch sich Furnierböden von Parkett, bei dem dickere Nutzschichten vorhanden sind, abgegrenzt. Die Gesamtdicken der Furnier-Fußbodenelemente liegen üblicherweise im Bereich von 8-10 mm.

Aktuelle Furnierböden sind mit Nut und Feder oder Schnellverbindersystemen (Klickverbindung) ausgerüstet und werden schwimmend, mit oder ohne verklebter Fuge, verlegt.

Neben der DIN-konformen Bezeichnung „Furnierter Fußbodenbelag“ sind auch die Bezeichnungen „Furnierboden“ und „Furnierparkett“ gebräuchlich.

Furnierböden schließen die Lücke zwischen Laminat und Parkettböden. Er ist i.d.R. preisgünstiger als Parkett, verfügt aber – im Gegensatz zum Laminat – über eine natürliche Echtholzoberfläche, sodass der verlegte Boden von einer Parkettfläche optisch kaum zu unterscheiden ist.

Im Unterschied zum Parkett ist beim Furnierboden die Nutzschicht erheblich dünner, sodass selbst exclusive Holzoberflächen ressourcendschonend und zu moderaten Preisen angeboten werden können.

Durch die relativ dünne Nutzschicht sind Furnierböden nicht für die Aufarbeitung vorgesehen – das höchstens einmalige Abschleifen ist nur bei sehr wenigen Anbietern, die ihre Elemente mit Nutzschichte nahe an 2,5 mm ausrüsten, überhaupt möglich.

Mit einer entsprechenden Versiegelung versehen, sind Oberflächen von Furnierböden ausgesprochen widerstandsfähig: Die geringe Deckschicht, auf der hoch verdichteten Trägerschicht, schafft einen besonders formstabilen Verbund, der sich beim Aufprall eines Gegenstandes deutlich weniger verformt, als herkömmliche Echtholz-Böden.

Böden mit integrierter Trittschalldämmung verbessern die Klang- und Raumschalleigenschaften und machen den Verzicht auf entsprechende Unterlagen möglich.

Furnierte Oberflächen können, auch in Teilbereichen, mit entsprechender Reparatur-Sets ausgebesset werden.

Wenn vom Hersteller nicht ausdrücklich hierfür freigegeben, sind Furnierböden nicht für den Einsatz in Feuchträumen und spritzwassergefährdeten Bereichen vorgesehen.